all the moving pieces

In meinem 6. Semester, nahm ich an einem Großprojekt teil, bei welchem das Thema „Bewegung“ war. Ich hatte mich bereits vor dem Projekt mit der Frage beschäftigt: „Wie kann ich ein Fahrzeug in Bewegung von außen sicher filmen?“. Somit begann ich ein Konzept zu entwickeln, in welchem ich diese Frage eventuell beantworten könnte.

In meinem Studium nahm ich in meinem 6. Semester an einem Kurs teil mit dem Thema „Bewegung, Movement, Movie, Motion“. Bestandteil des Kurses war es, innerhalb des Vorlesungszeitraums, ein Video zu erstellen unter diesem Thema.

Konzept

Meine Anfangsidee stand ja schon so ziemlich am Anfang des Projekts fest. Ich wollte einen kurzen Clip machen, der ein Fahrzeug beinhaltet und Bewegung zeigt. Einfach nur das Fahrzeug in der Fahrt zu zeigen, wär zu einfach gewesen. Ich wollte versuchen, tiefer einzutauchen und kleiner Bewegungen des Fahrzeuges zu zeigen, welche aufgrund von Bedienungen im Innenraum ausgelöst werden durch eine mechanische Verbindung. Ein moderneres Auto wär für dieses Thema also weniger gut geeignet, da es schlechter einsehbar ist. Ein weiteres Problem war; je moderne die Autos wurden, des so mehr wurden mechanische Übersetzungen durch Elektrik ausgetauscht und Elektrik ist, mit Ausnahme von Hochspannung, nicht sehr schön optisch darzustellen.

 

Thema Optik ist schon mein erstes Kriterium. Es soll weniger wie ein Erklärvideo wirken, sondern einen schon fast zu Kinomäßigen Look für ein solches Video haben. Es sollte dennoch keine Fehler aufweisen, sodass selbst Menschen, welche mit dem Fahrzeug vertraut sind, von dem Video angesprochen werden können.

Da also ein modernes Auto ausgeschlossen werden konnte, fiel die Entscheidung darauf, einen Oldtimer zu benutzen. Zu meinem Vorteil, da ich selber ein Freund von Oldtimern bin und einen Trabant 601 besitze. Dieser eignete sich auch sehr gut, da er wirklich sehr einfach gebaut und so auch extrem einsehbar ist und wenig über elektronische Steuerung verfügt bis auf die Basics.

 

Jetzt konnte es auch schon losgehen und ohne ein richtiges Script zu verfassen, nahm ich meine Kamera in die Hand und fertigte schnell ein paar Probeaufnahmen an, um schonmal grob meine Idee zu visualisieren.

 

Bei diesem Probevideo war ich noch sehr unschlüssig, welche Art von Musik ich benutzen würde, bzw. ob ich überhaupt welche benutzen würde. Nachdem ich dann Feedback bekommen hatte, und nochmal in Ruhe ein Bild wie es aussehen soll, im Kopf erstellt habe. Konnte ich mich nun richtig ans Werk machen und die Sorgen um Musik und Ton auf mein zukünftiges Ich schieben.

Produktion

Die meisten und ersten Aufnahmen fertigte ich in meiner Werkstatt an. Hierfür baute ich mit sowohl eigenen Lichtern als auch mit von der Hochschule ausgeliehenen, ein kleines Set um die Hebebühne herum an. Die Lichter waren alle mit Verlängerungsschnüren angeschlossen, damit sie sehr flexibel bleiben, da ich für beinahe jede Aufnahme das Licht umstellen musste.

 

Als Kamera benutzte ich meine Sony a6400. Objektive variierten bei mir je nachdem was gefilmt wurde. Im Innenraum des Trabis benutzte ich mein F1.2/50mm TTArtisan bzw. für eine nachträgliche Aufnahme das F1/50mm L Canon. Das Canon-Objektiv benutze ich auch für die Aufnahmen, bei denen der Trabi wieder abgestellt wird. Hierbei benutzte ich auch meine Smallrig Mattebox mini lite mit einem klaren Filter. Für die Aufnahmen von den Technichten Komponenten, benutze ich zwei verschiedene Objektive, zwischen denen ich je nach Erreichbarkeit wechselte. Einmal das F2.9/12mm Laowa und das F14/24mm 2x macro Laowa. Für die Fahrtaufnahmen benutze ich noch den DJI Ronin S und dazu das F2/25mm Zeiss Batis wegen seiner Auto-Focus-Funktion, da ich keine Möglichkeit für Funkschärfe hatte.

 

Als Licht benutze ich zwei Softboxen von Neewer auf der Einstellung 5200k und eine Amaran F21c. Für kleiner Details in der Beleuchtung und für schwer erreichbare Stellen nutzte ich noch die Amaran MT Pro. Nebenbei hatte ich meistens auch noch einen Recorder von Zoom laufen, um eine höhere Audiqualität zu erreichen.

Da ich das Video sich nicht vollständig anfühlte, als es auf die Fahrtaufnahmen endete, entschied ich mich noch für einen dritten Nachdreh. Dieser fand, mit der Hilfe eines Kommilitonen, einen Abend vor Abgabe statt. Herbei suchten wir zuerst einen Ort mit einer Laterne, welche einen schönen Lichtkegel auf den Trabi werfen würde und auch einen schönen Hintergrund hatte. Als wir einen gefunden hatten, haben wir zuerst aufgebaut und später festgestellt, dass die Straße abends nicht mehr beleuchtet wird, um Strom zu sparen. Somit mussten wir, solange es noch dämmert versuchen alle Aufnahmen schnellstmöglich anzufertigen. Nach dem Dreh habe ich dann auch nochmal schnell den Drehknauf für das Licht auf dem Parkplatz vom Studentenwohnheim gefilmt.

Postproduktion

Bei der Nachbearbeitung, achtete ich sehr darauf, meine Aufnahmen gut zu sortieren, da ich wüsste, dass es viele Änderungen geben wird. Das war für mich einfach das Resultat daraus, dass ich ohne ein wirkliches Script oder Storyboard arbeitete. Ich versuchte einfach das Video mehr und mehr an meine Vorstellungen anzupassen.

 

Das größte Augenmerk legte ich hierbei auf das Sounddesign und vor allem das Color Grading. Durch unterschiedliche Farbstimmungen wollte ich eine größere Abgrenzung von den verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln schaffen. Gelb/Orange nutzte ich für Aufnahmen, welche im Innenraum stattfinden, also für diese Dinge, die man wirklich sehen kann, wenn man sich im Auto befindet. Blau nutze ich bei technischen Komponenten außerhalb des Sehbereichs, welche sich bewegen aufgrund von Bedienungselementen. Grün wurden Aufnahmen, welche das Fahrzeug von außen bzw. in Funktion zeigen und nicht konkret zum Wechsel zwischen innen und außen gehören.

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